Alle lieben ja den Sommer, aber die Verfasserin dieser Zeilen nicht so.
Das Thema Sommer hat Schwächen, die mir manche Menschen als Stärken verkaufen wollen, zum Beispiel warme Temperaturen.
Ja, ich lege mich auch lieber in eine warme Badewanne als in eine kalte, ich bin doch kein Drink, aber: Hitze hindert.


An der Ampel stehen bei Rot unter der Sonne der Großstadt: nicht so schön, vollbepackt mit Badesachen der Weg bis zum Eintritt in ein mögliches Gewässer ist mühsam, so mühsam, dass ich ihn mir oft erspare und die dickste Hitze des Tages in einem dunklen Raum verbringe wie ein Farbfilm in der Dunkelkammer.
Denn, die Idee von Sommer klingt gut: warm, hell, draußen sein, wenig anhaben.


Woran man Ende Jänner aber nicht denkt, ist, dass man auch bei 40 Grad arbeitet, an Gelsen-Gesäusel, Zecken-Bisse und Bremsen (!), Insektenstiche, die in der Sonne auch noch größer werden, wie klebrig Sonnencreme ist, wie oft man nachschmieren muss, wie wenig man gegen Hitze wirklich tun kann (gegen Kälte schon. Hoffentlich?), und wie dystopisch sich hohe Temperaturen anfühlen, außerdem Climate Change is real.


Dann bin ich auch noch auf eine Biene gestiegen anstatt auf eine Wespe.
Sommer wäre ein besseres Konzept, wenn man 2,5 Monate Freizeit hätte zum Beispiel. Und doch bin ich am Ende des Tages ein fertig entwickeltes Farbfoto, komme aus der Dunkelheit ins Licht und mag ihn doch ein bisschen, diesen Sommer.


Love,
Your Hair School

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